Herkömmliche Sonnencreme enthält oft chemische UV-Filter und kommt in Plastikflaschen. Mit ein paar Zutaten lässt sich eine mineralische Sonnencreme selbst anrühren – ganz ohne chemische UV-Filter und ohne Nanopartikel, dafür mit Zinkoxid als natürlichem UV-Blocker. Lies vorher unbedingt den Sicherheitshinweis, denn einen geprüften Lichtschutzfaktor kann keine DIY-Creme garantieren.
⚠️ Sicherheitshinweis: Der Lichtschutzfaktor einer selbstgemachten Sonnencreme lässt sich zuhause nicht zuverlässig messen oder garantieren, anders als bei getesteter Kaufware. Für Situationen mit hoher Sonnenintensität – Strand, Mittagssonne, lange Aufenthalte im Freien – sowie bei Kindern, Babys und sehr heller Haut ist eine geprüfte, gekaufte Sonnencreme mit ausgewiesenem LSF die sicherere Wahl. Diese DIY-Creme eignet sich eher für den Alltag mit kurzer, moderater Sonneneinstrahlung, immer in Kombination mit Schatten, Kleidung und Kopfbedeckung als eigentlichem Hauptschutz. Beim Abmessen und Einrühren des Zinkoxid-Pulvers eine Staubmaske tragen und nicht einatmen. Ausschließlich „non-nano“ Zinkoxid verwenden und keine Zitrusöle als Duftzugabe: Sie wirken phototoxisch und begünstigen Sonnenbrand statt ihn zu verhindern.
Zutaten
- 4 EL Kokosöl, zum Beispiel CocoNativo Bio-Kokosöl
- 2 EL Sheabutter, zum Beispiel Bio-Sheabutter unraffiniert (500 g)
- 1 EL Bienenwachs, für die feste Konsistenz, zum Beispiel greenmade Bienenwachs-Pastillen
- 2 EL Mandelöl oder Jojobaöl, zum Beispiel BIOMOND Bio-Mandelöl
- 2–4 EL Zinkoxid (non-nano) als mineralischer UV-Filter, zum Beispiel Mystische Momente Zinkoxid non-nano (100 g)
- Optional: einige Tropfen Vitamin-E-Öl als natürliches Antioxidans
Material
- Ein hitzefestes Glasgefäß und ein Topf für das Wasserbad
- Eine Staubmaske für den Umgang mit dem Zinkoxid-Pulver
- Ein Cremetiegel oder ein Glas, zum Beispiel Braunglas-Cremetiegel mit Schraubverschluss (5 × 60 ml)
Anleitung
- Fette schmelzen: Kokosöl, Sheabutter, Bienenwachs und das gewählte Öl im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen.
- Abkühlen lassen: Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
- Zinkoxid einrühren: Erst wenn die Mischung nicht mehr heiß ist, das Zinkoxid einrühren – gründlich, damit sich keine Klümpchen bilden. Dabei eine Staubmaske tragen und das Pulver nicht einatmen.
- Abfüllen: Die fertige Creme in einen Cremetiegel oder ein Glas füllen und aushärten lassen.
- Anwenden: Großzügig und regelmäßig nachcremen, mineralische Filter wirken sofort beim Auftragen, ohne Einziehzeit.
Zinkoxid richtig dosieren
Je mehr Zinkoxid, desto höher der grobe Schutz, aber auch desto dicker und weißer die Creme. Ausschließlich „non-nano“ Zinkoxid verwenden – die Partikel sind dann groß genug, um auf der Haut zu bleiben, statt in tiefere Hautschichten einzudringen.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Vorher testen: Trage die fertige Creme vor dem ersten größeren Einsatz zunächst auf eine kleine Hautstelle auf und prüfe, ob du sie verträgst.
- Gartenarbeit clever planen: Erledige Beet- und Erntearbeiten am Morgen oder späten Nachmittag. Ein breitkrempiger Hut und ein leichtes Langarmhemd schützen zuverlässiger als jede Creme.
- Weißeln reduzieren: Die Creme vor dem Auftragen zwischen den Händen anwärmen, dann verteilt sie sich dünner und hinterlässt weniger weißen Film.
- Lippen nicht vergessen: Auch die Lippen brauchen Pflege, wenn du viel draußen bist. Ein selbstgemachter Lippenbalsam aus denselben Grundzutaten passt perfekt dazu. Für beanspruchte Hände nach der Gartenarbeit eignet sich meine reichhaltige Handcreme, und wie du eine einfache Pflegecreme für jeden Tag anrührst, zeige ich dir in Creme selber machen.
- Ringelblumen für die Hautpflege: Ringelblumen aus dem eigenen Garten kannst du trocknen und in Öl ansetzen, das ergibt eine milde Basis für Cremes und Salben. Wann du Ringelblumen säst und erntest, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Kühl und dunkel gelagert hält sich die Creme einige Wochen. Da sie kein Wasser enthält, verdirbt sie nicht so schnell wie eine Emulsion, die Fette können aber mit der Zeit ranzig werden. Setze lieber jede Saison eine frische Portion an und rühre sie vor Gebrauch kurz durch, falls sich das Zinkoxid abgesetzt hat.
Fazit
Eine mineralische Sonnencreme mit Zinkoxid ist schnell gerührt und kommt ohne chemische UV-Filter und Plastikflasche aus. Sieh sie als Ergänzung für kurze Alltagsmomente in der Sonne, nicht als Ersatz für Schatten, Kleidung und geprüften Sonnenschutz bei starker Sonne.
Wie schützt du dich bei der Gartenarbeit vor der Sonne? Hast du schon mineralische Sonnencreme ausprobiert? Schreib es mir in die Kommentare!


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