Wenn Tomaten und Gurken zum Saisonende ausgedient haben, lohnt sich ein gründlicher Saisonwechsel im Gewächshaus – so startet die Herbst- und Winterbepflanzung gesund und krankheitsfrei.
Aufräumen
Abgeerntete Pflanzen komplett entfernen, samt Wurzeln, damit sich keine Schädlinge oder Pilzsporen im Boden halten. Kranke Pflanzenreste (z. B. von Braunfäule befallene Tomaten) gehören in den Hausmüll statt auf den Kompost, gesunde Reste können kompostiert werden.
Reinigen
- Scheiben innen und außen von Algen und Staub befreien – mehr Lichtdurchlass ist im Herbst besonders wichtig, da die Sonneneinstrahlung ohnehin schwächer wird.
- Regale, Töpfe und Werkzeug mit einem MacGreen Gewächshaus- und Wintergarten-Reiniger (Konzentrat, 1 l) abwischen, um Schädlingseier und Pilzsporen zu beseitigen.
- Wege und Boden fegen und bei Bedarf mit einem Dampfreiniger oder heißem Wasser behandeln.
Boden auffrischen
Nach Jahren intensiver Nutzung ist die Erde oft ausgelaugt. Etwas reifer Kompost oder Gewächshauserde wie die COMPO Bio Hochbeet- und Gewächshauserde, torffrei (60 l), oberflächlich eingearbeitet, versorgt den Boden mit frischen Nährstoffen für die nächste Kultur.
Neu bepflanzen für Herbst und Winter
Ein Gewächshaus lässt sich auch über den Sommer hinaus nutzen: Feldsalat, Spinat, Asiasalate und Winterportulak vertragen die kühleren Temperaturen und liefern bis in den Winter hinein frische Ernte. Für Frostschutz in kalten Nächten sorgt zusätzlich ein EcoGard Gartenvlies, das direkt über die Pflanzen gelegt wird.
Belüftung und Kondenswasser im Blick behalten
An milden Herbsttagen weiterhin regelmäßig lüften, um Feuchtigkeitsstau und Pilzbefall vorzubeugen. Ein Monzana automatischer Fensteröffner für Gewächshäuser übernimmt das Lüften temperaturgesteuert, auch wenn man selbst nicht vor Ort ist.
⚠️ Wichtig: Trag beim Reinigen mit Konzentraten Handschuhe, halte dich an die Dosierangabe auf der Packung und mische niemals verschiedene Reinigungsmittel. Lüfte das Gewächshaus während und nach dem Putzen gut und setze neue Pflanzen erst ein, wenn alle Flächen abgespült und getrocknet sind. Vorsicht auch mit Dampfreiniger und heißem Wasser: Verbrühungsgefahr, und kalte Scheiben können bei plötzlicher Hitze springen.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Fruchtwechsel beachten: Nicht wieder Tomaten oder Gurken an dieselbe Stelle setzen, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Was du wann im Gewächshaus säen oder pflanzen kannst, siehst du in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
- Rankhilfen, Schnüre und Tomatenspiralen nicht vergessen: Sie werden beim Reinigen leicht übersehen, dabei überdauern gerade dort gern Pilzsporen. Wie du deine Gartengeräte für die nächste Saison pflegst, liest du in Gartenwerkzeug pflegen.
- Ein kurzer Rundgang zur Kontrolle auf Risse in der Verglasung oder lockere Beschläge lohnt sich vor dem Winter. Bei der Gelegenheit kannst du auch eine Regentonne an die Dachrinne des Gewächshauses anschließen – wie das geht, liest du in Regenwasser im Garten nutzen.
Fazit
Ein gründlicher Saisonwechsel im Gewächshaus zahlt sich aus: Aufräumen, Reinigen und frische Erde nehmen Schädlingen und Pilzsporen die Grundlage. Mit robusten Wintersalaten wie Feldsalat, Spinat oder Winterportulak erntest du auch in der kalten Jahreszeit frisches Grün. Regelmäßiges Lüften und ein Vlies für Frostnächte halten deine Pflanzen dabei gesund.
Nutzt du dein Gewächshaus auch im Winter weiter? Was wächst bei dir gerade? Schreib es mir in die Kommentare!


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