Wer Rosen pflanzen möchte, sollte nicht bis zum Frühling warten. Von Mitte Oktober bis Ende November ist die beste Pflanzzeit, vor allem für wurzelnackte Rosen. Der Boden ist noch warm, es regnet regelmäßig, und die Rosen haben den ganzen Winter Zeit, neue Wurzeln zu bilden. Im Frühling treiben sie dann kräftig aus und blühen oft schon im ersten Sommer. Wurzelnackte Rosen sind außerdem deutlich günstiger als Containerware.
Das brauchst du
- Wurzelnackte Rosen oder Containerrosen aus der Baumschule
- Eimer mit Wasser zum Wässern der Wurzeln
- Spaten, Grabegabel und scharfe Rosenschere
- Reifer Kompost zum Verbessern der Pflanzerde
- Für die Düngung im Frühling: Güned Hornspäne, 2,5 kg
- Erde zum Anhäufeln und etwas Reisig oder Laub als Winterschutz
Der richtige Standort
Rosen lieben einen sonnigen, luftigen Platz mit mindestens fünf bis sechs Stunden Sonne am Tag. Der Boden sollte tiefgründig, locker und nährstoffreich sein. Staunässe vertragen sie gar nicht. Pflanze Rosen möglichst nicht an eine Stelle, an der vorher schon Rosen standen, sonst droht Bodenmüdigkeit und die neuen Pflanzen kümmern.
Anleitung
- Wässern: Stelle wurzelnackte Rosen vor dem Pflanzen für mehrere Stunden, am besten über Nacht, komplett in einen Eimer mit Wasser.
- Zurückschneiden: Kürze die Wurzeln leicht ein und entferne beschädigte Teile. Die Triebe schneidest du auf etwa 20 cm zurück, falls das die Gärtnerei nicht schon getan hat.
- Pflanzloch graben: Hebe ein Loch von etwa 40 x 40 cm und 40 cm Tiefe aus. Lockere die Sohle mit der Grabegabel gut auf.
- Erde verbessern: Mische den Aushub mit etwa einem Drittel reifem Kompost. Im Herbst wird nicht stickstoffbetont gedüngt, damit die Rose nicht noch weiche Triebe bildet.
- Einsetzen: Setze die Rose so tief ein, dass die Veredelungsstelle, die Verdickung zwischen Wurzel und Trieben, etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. So ist sie vor Frost geschützt.
- Auffüllen und angießen: Fülle die Erde ein, tritt sie vorsichtig fest und gieße kräftig an, damit sich die Erde um die Wurzeln schließt.
- Anhäufeln: Häufle die Rose 15 bis 20 cm hoch mit Erde an und lege bei Bedarf etwas Reisig darüber. Im Frühling, wenn keine starken Fröste mehr drohen, entfernst du die Erde wieder.
⚠️ Wichtig: Pflanze nur, solange der Boden frostfrei ist, und niemals in gefrorene oder sehr nasse Erde. Trage beim Schneiden und Pflanzen feste Handschuhe, Rosendornen können schmerzhafte, sich entzündende Verletzungen verursachen. Dünge im Herbst nicht mit Stickstoff, sonst reifen die Triebe nicht aus und erfrieren im Winter.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Laub als Winterschutz: Herbstlaub schützt die Wurzeln zusätzlich vor Frost. Was du mit dem restlichen Laub machen kannst, zeigt dir Blattkompost ansetzen.
- Rosen mit Nutzen: Wildrosen und ungefüllte Sorten wie die Kartoffelrose bilden im Herbst reichlich Hagebutten. Daraus kochst du zum Beispiel Hagebuttenmarmelade.
- Düngen im Frühling: Sobald die Rosen im April austreiben, arbeitest du etwas Kompost und eine Handvoll Hornspäne um die Pflanze ein.
- Gartenjahr planen: Wann im Garten was ansteht, zeigt dir mein kostenloser Pflanzkalender.
Pflege nach dem Pflanzen
Im Herbst und Winter brauchen frisch gepflanzte Rosen meist kein zusätzliches Wasser, außer bei längerer Trockenheit an frostfreien Tagen. Im Frühling entfernst du die angehäufelte Erde, schneidest erfrorene Triebspitzen zurück und hältst den Boden im ersten Jahr gleichmäßig feucht. Eine Mulchschicht aus Kompost hält die Feuchtigkeit im Boden.
Fazit
Der Herbst ist die ideale Zeit, um Rosen zu pflanzen. Mit einem tiefen Pflanzloch, gut gewässerten Wurzeln, der richtigen Pflanztiefe der Veredelungsstelle und etwas Winterschutz starten deine Rosen kräftig in die neue Saison.
Welche Rosensorte wünschst du dir für deinen Garten? Schreib es mir in die Kommentare!


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