Selbstgemachte Nudeln brauchen im Kern nur zwei Zutaten, nämlich Mehl und Eier (eine Prise Salz ist optional), und keine Spezialausrüstung. Ein Nudelholz reicht für den Einstieg völlig aus, eine manuelle Nudelmaschine aus Edelstahl macht es später nur schneller und gleichmäßiger. Getrocknet sind deine Nudeln außerdem ein idealer Vorrat für die Speisekammer.
Zutaten (für 2–3 Portionen)
- 200 g Mehl (Type 405 oder 550, alternativ Hartweizengrieß für bissfestere Nudeln)
- 2 mittelgroße Eier
- Optional: eine Prise Salz
Material
- Eine saubere Arbeitsfläche und ein Nudelholz
- Optional: eine alpina Nudelmaschine (manuell, Edelstahl, mit Tischklemme)
- Frischhaltefolie, ein scharfes Messer oder Teigrädchen
- Ein bemehltes Blech oder ein Trockenständer für die Nudeln
Zubereitung
- Mulde formen: Das Mehl auf die Arbeitsfläche häufen, in der Mitte eine Mulde formen und Eier und Salz hineingeben.
- Mehl einarbeiten: Vom Rand her nach und nach das Mehl einarbeiten.
- Kräftig kneten: Den Teig 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist.
- Ruhen lassen: In Frischhaltefolie gewickelt 30 Minuten ruhen lassen. Das entspannt das Gluten und macht den Teig geschmeidiger.
- Ausrollen und schneiden: Den Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden.
- Kochen oder trocknen: Frische Nudeln direkt kochen, sie brauchen nur 2–3 Minuten. Oder zum Trocknen ausbreiten bzw. zu Nestern aufrollen.
⚠️ Sicherheitshinweis: Rohe Eier können Salmonellen enthalten: Verwende möglichst frische Eier, wasch dir nach dem Aufschlagen die Hände und probiere keinen rohen Teig. Eiernudeln zum Lagern trocknest du zügig an einem luftigen, nicht zu warmen Ort vollständig durch und verpackst sie erst dann luftdicht – bleibt Restfeuchte, können sich Keime und Schimmel bilden. Nudeln mit muffigem Geruch oder Schimmelflecken wirfst du komplett weg.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Ruhezeit nicht überspringen: Direkt nach dem Kneten ist der Teig zäh und zieht sich beim Ausrollen immer wieder zusammen. Die Ruhezeit lässt das Klebereiweiß (Gluten) sich entspannen, danach lässt sich der Teig deutlich leichter dünn ausrollen.
- Vegane Variante ohne Ei: Hartweizengrieß und Wasser im Verhältnis 2:1 ergeben einen eifreien Teig, wie er traditionell in Süditalien verwendet wird. Er ist etwas fester in der Verarbeitung, aber genauso gut lagerfähig.
- Teig zu trocken oder zu klebrig? Eier sind nie gleich groß. Bei bröseligem Teig hilft ein Teelöffel Wasser, bei klebrigem Teig ein wenig Mehl. Arbeite dich in kleinen Schritten heran.
- Nicht zu eng lagern: Frisch geschnittene Nudeln kleben leicht zusammen. Bestreue sie mit etwas Mehl oder Grieß und lege sie locker nebeneinander.
- Mehr Vollkorn: Wenn du es kerniger magst, probiere meine Dinkel-Nudeln. Frisch gekocht schmecken beide wunderbar mit Kräuterbutter aus dem Garten.
- Die passende Sauce aus dem Garten: Tomaten, Zucchini, Basilikum oder Spinat machen deine Nudeln zu einer kompletten Mahlzeit aus eigener Ernte. Wann du sie säst, pflanzt oder erntest, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Vollständig getrocknete Nudeln halten sich luftdicht gelagert mehrere Monate, ganz ohne Kühlung. Das ist ideal für die Vorratshaltung. Frische, ungetrocknete Nudeln solltest du im Kühlschrank innerhalb von 1–2 Tagen verbrauchen oder einfrieren.
Fazit
Mehl und Eier, nach Wunsch noch eine Prise Salz: Mehr brauchst du nicht für eigene Pasta. Mit etwas Kneten und einer halben Stunde Ruhezeit hast du frische Nudeln auf dem Teller oder einen Vorrat, der monatelang hält.
Rollst du deine Nudeln lieber von Hand aus oder schwörst du auf die Nudelmaschine? Schreib es mir in die Kommentare!


Schreibe einen Kommentar