Butterschmalz ist das klassische Schmalz für die deutsche Küche: das pure Fett der Butter ohne Milchfeststoffe und Wasser. Es lässt sich einfach selber machen, hält sich lange und eignet sich perfekt zum Braten, Backen und Kochen mit intensivem Buttergeschmack. In einer Viertelstunde hast du dein eigenes Glas im Kühlschrank stehen.
Zutaten (für ca. 350–400 g Butterschmalz)
- 500 g Butter
Material
- Ein Topf mit dickem Boden
- Ein Schaumlöffel und optional ein Passiertuch aus Baumwolle zum Abseihen
- Saubere Glasgefäße, zum Beispiel CapCro Einmachgläser mit Twist-off-Deckel
Zubereitung
- Langsam schmelzen: Die Butter in einem Topf bei niedriger Hitze langsam schmelzen.
- Ohne Rühren garen: Während das Fett schmilzt, entstehen oben Schaumbläschen und Milchfeststoffe setzen sich am Boden ab. Etwa 10–15 Minuten sanft köcheln lassen, ohne zu rühren.
- Abgießen: Dann vorsichtig das klare, gelbe Fett abgießen oder abschöpfen. Die Milchfeststoffe bleiben im Topf zurück.
- Abfüllen und erkalten lassen: Das fertige Butterschmalz in Glasgefäße füllen und erkalten lassen. Im Kühlschrank wird es wieder fest.
Unterschied zu Ghee
- Butterschmalz: Wird nur kurz erhitzt, bis das Wasser verdampft ist. Die Milchfeststoffe werden abgeschöpft bzw. bleiben im Topf zurück, bevor sie stärker bräunen, so behält das Fett einen feinen, milden Buttergeschmack. Hält im Kühlschrank mehrere Monate.
- Ghee: Wird länger erhitzt, bis die Milchfeststoffe goldbraun sind, und erst dann abgeseiht. Dadurch wird der Geschmack nussiger und intensiver. Hält auch bei Raumtemperatur mehrere Monate.
⚠️ Sicherheitshinweis: Heißes Fett kann schwere Verbrennungen verursachen, lass den Topf deshalb nie unbeaufsichtigt und halte Kinder vom Herd fern. Gib kein Wasser in das heiße Butterschmalz, es spritzt sofort heftig. Ein Fettbrand darf nie mit Wasser gelöscht werden: Herd ausschalten und einen passenden Deckel auflegen. Fülle das Butterschmalz nur in vollständig trockene Gläser und entsorge es, wenn es ranzig riecht oder sich Schimmel zeigt.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Hochwertige Butter verwenden: Das Aroma des Butterschmalzes hängt stark von der Qualität der Butter ab. Bio-Butter oder selbstgemachte Butter macht einen merklichen Unterschied.
- Verlust einplanen: Etwa 100–150 g der 500 g Butter verbleiben als Milchfeststoffe im Topf. Das ist normal und gewünscht.
- Vielseitig verwenden: Butterschmalz ist ideal zum Braten von Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, zum Backen von Gebäck und zum Verfeinern von Saucen. Es ist eine Alternative zu modernen Ölen mit weniger Verarbeitung.
- Reste nutzen: Die abgesetzten Milchfeststoffe schmecken leicht nussig-süßlich. Du kannst sie über Gemüse, Reis oder in einen Brotteig geben, statt sie wegzuwerfen.
- Nicht mit nassem Löffel: Wasser im Glas führt schneller zu Verderb. Entnimm das Butterschmalz immer mit einem sauberen, trockenen Löffel.
- Bratkartoffeln aus eigenem Anbau: Am besten schmeckt Butterschmalz mit Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüse aus dem eigenen Garten. Wann du Kartoffeln legst, Zwiebeln steckst und erntest, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Im Kühlschrank bleibt Butterschmalz mehrere Monate frisch. Zum Einfrieren in kleine Portionen abfüllen, so lässt sich lange vorausplanen, ohne dass der Geschmack leidet. Dunkel und kühl lagern ist ideal.
Fazit
Butterschmalz ist in einer Viertelstunde gemacht und bringt echten Buttergeschmack in die Pfanne, ohne zu verbrennen. Ein Glas davon im Kühlschrank ist ein einfacher, lange haltbarer Vorrat für deine Küche.
Brätst du lieber mit Butterschmalz oder mit Öl? Schreib es mir in die Kommentare!


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