Ghee, auch Gee oder geklärte Butter genannt, ist eine besonders aromatische Form von Butter, die deutlich hitzebeständiger ist als normale Butter. Mit nur einer Zutat und etwas Geduld entsteht ein goldenes, flüssiges Fett, das sich perfekt zum Braten, Backen und für die ayurvedische Küche eignet. Für deinen Vorrat ist es ideal, denn Ghee hält sich sogar ohne Kühlung.
Zutaten (für ca. 1 Glas à 400 ml)
- 500 g Butter (am besten Bio-Qualität)
Material
- Ein Topf mit dickem Boden
- Ein feines Tuch, zum Beispiel ein Passiertuch aus Baumwolle, oder ein Papierfilter
- Saubere Glasgefäße, etwa CapCro Einmachgläser mit Twist-off-Deckel
- Ein Sieb und ein Löffel zum Abschöpfen
Zubereitung
- Langsam schmelzen: Die Butter in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen. Nicht umrühren, nur beobachten.
- Trennung beobachten: Nach einigen Minuten entstehen oben Schaumbläschen, unten sammeln sich Milchfeststoffe. Die Temperatur sollte etwa 100 °C erreichen.
- Köcheln lassen: Etwa 30–45 Minuten köcheln lassen. Die Milchfeststoffe am Boden werden goldbraun und setzen sich ab. Die klare, goldgelbe Flüssigkeit oben ist das reine Ghee.
- Abseihen: Das Ghee mit einem feinen Tuch oder Papierfilter vorsichtig abseihen.
- Abfüllen: In saubere, trockene Glasgefäße füllen, abkühlen lassen und verschließen.
⚠️ Sicherheitshinweis: Heißes Ghee kann schwere Verbrennungen verursachen, lass den Topf deshalb nie unbeaufsichtigt und halte Kinder fern. Kein Wasser in das heiße Fett geben, es spritzt sofort heftig. Ein Fettbrand darf nie mit Wasser gelöscht werden: Herd ausschalten und einen passenden Deckel auflegen. Fülle das Ghee nur in vollständig trockene Gläser und entsorge es, wenn es ranzig riecht oder sich Schimmel zeigt.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Nicht rühren: Das Wichtigste ist, die Butter nicht zu rühren. Die Milchfeststoffe müssen sich am Boden absetzen, damit das reine Fett oben bleibt.
- Temperatur-Kontrolle: Zu hohe Hitze führt zu dunkler Farbe und Brandgeschmack. Lieber etwas länger bei niedriger Temperatur.
- Hoher Rauchpunkt: Mit etwa 190–200 °C ist Ghee viel hitzebeständiger als normale Butter und eignet sich perfekt zum Braten und Backen, ohne zu verbrennen.
- Intensiver Geschmack: Ghee schmeckt butterig-nussig und intensiver als normale Butter, ein wenig reicht für viel Geschmack.
- Immer trockener Löffel: Wasser oder Krümel im Glas verkürzen die Haltbarkeit. Nimm Ghee deshalb nur mit einem sauberen, trockenen Löffel heraus.
- Eigene Butter verwenden: Besonders gut wird Ghee aus selbstgemachter Butter. Wenn es schneller gehen soll, ist Butterschmalz die einfachere Alternative.
- Kräuter-Ghee aus dem Garten: Mit ein paar getrockneten Zweigen Rosmarin, Thymian oder Salbei, die du kurz im fertigen, noch warmen Ghee ziehen lässt und wieder entfernst, bekommt dein Bratfett eine würzige Note. Nimm keine frischen Kräuter, denn ihr Wasser verkürzt die Haltbarkeit. Wann du diese Kräuter pflanzt und erntest, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Ghee ist extrem lange haltbar: mehrere Monate bei Raumtemperatur, sogar ohne Kühlung, da alle Wassermoleküle und Milchfeststoffe entfernt sind. Lagere es im dunklen Glas an einem kühlen Ort. Ghee kann auch eingefroren werden, um die Haltbarkeit zu verlängern.
Fazit
Aus einem Pfund Butter wird mit Geduld und niedriger Hitze ein goldenes, lange haltbares Bratfett. Ghee spart dir Kühlschrankplatz und bringt nussiges Aroma in deine Küche.
Kochst du schon mit Ghee, oder bist du bisher beim klassischen Butterschmalz geblieben? Schreib es mir in die Kommentare!


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