Wenn die Kürbisernte im Keller liegt und die ersten Orangen in den Handel kommen, ist die perfekte Zeit für diese Marmelade. Der Hokkaido sorgt für eine cremige Konsistenz und eine leuchtend orange Farbe, die Orangen bringen Frische und Fruchtsäure. Ein kleines Stück Ingwer gibt dem Ganzen eine angenehme Wärme. Das Ergebnis ist ein sonniger Aufstrich, der an grauen Wintertagen gute Laune macht – und das Rezept ist auch für Einsteiger leicht umzusetzen.
Zutaten
Für etwa 5 bis 6 Gläser à 250 ml:
- 1 kg Hokkaido-Kürbis (gewogen ohne Kerne)
- 3 Bio-Orangen (Saft und abgeriebene Schale, ergibt etwa 250 ml Saft)
- Saft von 1 Zitrone
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 1 Stück frischer Ingwer (etwa 2 cm)
- Optional: 1 Vanilleschote oder eine Prise Zimt
Material
- CapCro Twist-off-Einmachgläser
- Einmach-Zubehörset mit Einfülltrichter und Glasheber
- Bosch Multizerkleinerer MMR15A1 oder ein Pürierstab
- HomeFashion digitale Küchenwaage
- Großer Topf, Kochlöffel, Reibe und Zitruspresse
Anleitung: Kürbis-Orangen-Marmelade Schritt für Schritt
- Gläser vorbereiten: Spüle die Gläser und Deckel heiß aus und stelle sie kopfüber auf ein sauberes Tuch. Alternativ kochst du sie zehn Minuten in Wasser aus.
- Kürbis vorbereiten: Wasche den Hokkaido, halbiere ihn und entferne Kerne und Fasern. Die Schale kannst du beim Hokkaido dranlassen. Schneide das Fruchtfleisch in kleine Würfel und wiege 1 kg ab.
- Orangen verarbeiten: Wasche die Orangen heiß, reibe die Schale von zwei Orangen fein ab und presse alle drei aus. Schäle und reibe auch den Ingwer.
- Kürbis weich kochen: Gib Kürbiswürfel, Orangensaft, Zitronensaft und Ingwer in einen großen Topf. Lass alles zugedeckt etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis ganz weich ist.
- Pürieren: Püriere die Masse fein oder lass für eine stückige Marmelade ein paar Würfel ganz. Rühre den Orangenabrieb und nach Wunsch das Vanillemark unter.
- Mit Gelierzucker kochen: Rühre den Gelierzucker ein und bringe alles unter ständigem Rühren zum Kochen. Lass die Marmelade mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen. Vorsicht: Die dicke Masse spritzt.
- Gelierprobe machen: Gib einen Teelöffel Marmelade auf einen kalten Teller. Wird sie nach kurzer Zeit fest, ist sie fertig. Sonst kochst du sie noch ein bis zwei Minuten weiter.
- Abfüllen und verschließen: Fülle die heiße Marmelade mit dem Trichter bis knapp unter den Rand in die Gläser, wische den Rand sauber ab und verschließe sie sofort fest. Lass die Gläser langsam abkühlen.
⚠️ Sicherheitshinweis: Kürbis enthält von Natur aus wenig Säure. Der Zitronen- und Orangensaft ist deshalb nicht nur für den Geschmack wichtig, sondern auch für die Haltbarkeit – reduziere ihn nicht. Probiere außerdem vor dem Kochen ein kleines Stück rohen Kürbis: Schmeckt er bitter, enthält er giftige Bitterstoffe (Cucurbitacine) und darf nicht verwendet werden. Das kommt vor allem bei Zierkürbissen und selbst vermehrtem Saatgut vor.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
Kürbis lange vorrätig halten: Ein gut ausgereifter Hokkaido hält sich kühl und trocken gelagert monatelang. So kannst du die Marmelade auch noch im Januar frisch kochen. Wie du Kürbisse richtig lagerst, liest du in Kürbis richtig lagern.
Den ganzen Kürbis nutzen: Die Kerne musst du nicht wegwerfen – geröstet werden sie zum knackigen Snack. Wie das geht, zeige ich in Kürbiskerne selber trocknen. Wenn du lieber etwas Herzhaftes einkochst, probiere das Hokkaido-Schalen-Chutney.
Variante mit Apfel: Wer es milder mag, ersetzt einen Teil der Orangen durch Äpfel. Ein erprobtes Rezept dazu findest du in meiner Kürbis-Apfel-Marmelade.
Kürbis selbst anbauen: Hokkaido ist eine der einfachsten Kürbissorten für den eigenen Garten und liefert pro Pflanze mehrere Früchte. Wann du ihn vorziehen und auspflanzen kannst, zeigt dir mein kostenloser Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Ungeöffnet hält sich die Kürbis-Orangen-Marmelade kühl und dunkel gelagert etwa 6 bis 12 Monate. Prüfe vor dem Einlagern, ob alle Deckel fest sitzen und sich nicht mehr eindrücken lassen. Ein geöffnetes Glas gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb von drei bis vier Wochen aufgebraucht werden – nimm die Marmelade immer mit einem sauberen Löffel heraus. Zeigt sich Schimmel, riecht sie gärig oder ist der Deckel gewölbt, entsorgst du das ganze Glas.
Fazit
Die Kürbis-Orangen-Marmelade ist ein einfaches Rezept, mit dem du deine Kürbisernte in einen fruchtigen Aufstrich verwandelst. Hokkaido sorgt für die cremige Basis, Orangen und Zitrone für Frische und die nötige Säure. In weniger als einer Stunde stehen mehrere Gläser im Regal. So hast du auch an kalten Tagen ein Stück Sonne auf dem Frühstücksteller.
Magst du deine Kürbis-Orangen-Marmelade lieber fein püriert oder mit Stückchen? Schreib es mir in die Kommentare!


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