Apfelkompott haltbar machen: Einfaches Rezept

Haltbar gemachtes stückiges Apfelkompott im Einmachglas als Wintervorrat

Im Unterschied zu feinem Apfelmus bleibt Apfelkompott bewusst stückig: schnell gekocht und eine schöne Abwechslung zum klassischen Mus. Es passt zu Pfannkuchen, Kaiserschmarrn, Grießbrei oder einfach pur mit etwas Joghurt. Wenn du im Herbst mehr Äpfel hast, als du lagern kannst, ist eingekochtes Kompott ein idealer Weg, die Ernte für den ganzen Winter haltbar zu machen.

Zutaten (für ca. 3 Gläser à 400 ml)

  • 1,5 kg Äpfel, geschält und gewürfelt
  • 100–150 g Zucker (nach Süße der Äpfel)
  • 100 ml Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Zimtstange oder 1 TL Zimt

Material

Zubereitung

  1. Gläser vorbereiten: Gläser und Deckel in heißem Wasser auskochen oder nur die Gläser 10 Minuten bei 120 °C in den Backofen stellen und die Deckel mit kochendem Wasser übergießen.
  2. Äpfel würfeln: Äpfel schälen, entkernen, würfeln und sofort mit Zitronensaft vermengen, damit sie nicht braun werden.
  3. Kompott kochen: Mit Zucker, Wasser und Zimt in einen Topf geben und 8–10 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich, aber noch stückig sind. Nicht zu lange kochen, sonst wird Mus daraus.
  4. Abfüllen: Die Zimtstange entfernen und das Kompott kochend heiß mit dem Trichter bis etwa 1 cm unter den Rand in die sauberen, ausgekochten Gläser füllen. Ränder abwischen und sofort verschließen.
  5. Einkochen: Die Gläser auf ein Gitter oder Tuch in den Topf stellen, bis zu drei Vierteln mit heißem Wasser auffüllen und 30 Minuten bei 90 °C im Wasserbad oder im Einkochautomaten einkochen.
  6. Abkühlen lassen: Die Gläser mit der Einmachzange herausheben und auf einem Tuch langsam abkühlen lassen. Danach prüfen, ob alle Deckel fest sitzen.

⚠️ Wichtig: Verwende auch bei Fallobst nur Äpfel ohne Schimmel und Faulstellen, denn Schimmelgifte wie Patulin werden beim Kochen nicht zerstört. Arbeite mit sauberen, ausgekochten Gläsern und intakten Deckeln und wische die Ränder vor dem Verschließen gründlich ab. Prüfe nach dem Abkühlen, ob alle Deckel fest sitzen; undichte Gläser kommen in den Kühlschrank und werden zeitnah verbraucht. Hebe die heißen Gläser nur mit der Einmachzange aus dem Wasserbad.

Tipps aus der Selbstversorger-Praxis

  • Die richtige Sorte: Feste Sorten wie Elstar oder Topaz behalten beim Kochen mehr Struktur. Boskoop zerfällt dagegen schnell und eignet sich besser für Apfelmus.
  • Gutes Werkzeug: Mit Trichter und Einmachzange bleiben die Glasränder sauber und du hebst die heißen Gläser sicher aus dem Wasserbad. Saubere Ränder sind die Voraussetzung dafür, dass die Deckel dicht schließen.
  • Große Mengen: Stelle die Gläser im Wasserbad so, dass sie sich nicht berühren, und fülle lieber in zwei Durchgängen ab, als den Topf zu überladen. So erreichen alle Gläser gleichmäßig die nötige Temperatur.
  • Sorten mischen: Ein Mix aus säuerlichen und süßen Äpfeln ergibt das rundeste Aroma, und du brauchst weniger Zucker. Auch ein paar Rosinen oder Birnenstücke passen gut.
  • Fallobst nutzen: Angeschlagene Äpfel eignen sich gut fürs Kompott, wenn du Druckstellen großzügig wegschneidest. Mehr Ideen findest du unter Fallobst clever verwerten. Magst du es lieber fein, probiere mein Rezept für Apfelmus einkochen.
  • Termine im Blick behalten: Wann du Apfelbäume pflanzt und wann die verschiedenen Sorten erntereif sind, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.

Haltbarkeit

Ungeöffnet und kühl, dunkel gelagert hält sich eingekochtes Apfelkompott etwa 12 Monate. Nach dem Öffnen gehört das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb von 1–2 Wochen aufgebraucht werden. Ist ein Deckel gewölbt oder lose, zeigt sich Schimmel, steigen Bläschen auf oder riecht das Kompott gärig, entsorge das Glas vollständig.

Fazit

Apfelkompott ist in kurzer Zeit gekocht und eine der einfachsten Möglichkeiten, eine große Apfelernte zu verarbeiten. Mit festen Sorten, etwas Zimt und sauberem Einkochen im Wasserbad hast du einen stückigen, fruchtigen Vorrat, der den ganzen Winter hält.

Magst du dein Apfelkompott lieber stückig oder als feines Mus, und welche Sorte nimmst du dafür? Schreib es mir in die Kommentare!


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Comments

Ein Kommentar zu „Apfelkompott haltbar machen: Einfaches Rezept“

  1. […] Rezepte: Nach dem gleichen Prinzip kochst du Apfelkompott oder Birnenkompott ein. Und Rhabarber passt auch hervorragend in […]

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