Wenn im Herbst die Apfelbäume voll hängen oder eine Kiste Streuobst günstig zu haben ist, gehört selbstgemachtes Apfelmus zu den lohnendsten Vorräten überhaupt. Ganz ohne künstliche Zusätze, Konservierungsstoffe oder unnötig viel Zucker – nur Äpfel und etwas Zeit.
Richtig eingekocht hält sich Apfelmus ungeöffnet etwa 12 Monate und ist damit ein Klassiker für jeden Selbstversorger-Vorrat.
Warum sich dieses Rezept lohnt
- Ohne künstliche Zusätze: Du bestimmst selbst, wie viel (oder wenig) Zucker hineinkommt.
- Lange Haltbarkeit: Richtig eingekocht etwa 12 Monate im Vorratsschrank.
- Ideal für Fallobst: Auch etwas druckstellige oder unregelmäßige Äpfel lassen sich hier prima verwerten.
- Vielseitig: Pur, zu Pfannkuchen, Porridge, Waffeln oder als Basis für Kuchenfüllungen.
Zutaten (für ca. 4 Gläser à 400 ml)
- 2,5 kg Äpfel (gemischte Sorten ergeben ein rundes Aroma)
- 200 ml Wasser
- 1 Bio-Zitrone (Saft und etwas Schale)
- Zucker nach Geschmack (ca. 100–200 g, je nach Süße der Äpfel)
- Optional: 1 Zimtstange oder 1 TL Zimt, 1 Vanilleschote
Zubereitung
- Äpfel vorbereiten: Äpfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen. Schale kann dranbleiben, wenn du später pürierst – das spart Zeit und bringt zusätzliche Ballaststoffe.
- Kochen: Apfelstücke mit Wasser, Zitronensaft und etwas abgeriebener Zitronenschale in einen großen Topf geben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten weich köcheln, gelegentlich umrühren.
- Pürieren: Mit einem Stabmixer oder durch die Flotte Lotte passieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (mit Schale wird das Mus etwas gröber und farbintensiver).
- Süßen und würzen: Zucker, Zimt und Vanille nach Geschmack einrühren, nochmals kurz aufkochen.
- Heiß abfüllen: Kochend heiß bis etwa 1 cm unter den Rand in saubere, ausgekochte Gläser füllen, sofort fest verschließen.
- Einkochen: Die verschlossenen Gläser im Wasserbad oder Einkochautomaten bei 90 °C 30 Minuten einkochen und anschließend langsam auskühlen lassen.
⚠️ Wichtig: Verwende auch bei Fallobst nur Äpfel ohne Schimmel und Faulstellen, denn Schimmelgifte wie Patulin werden beim Kochen nicht zerstört; Druckstellen schneidest du großzügig weg. Heißes Apfelmus blubbert und spritzt beim Kochen und Pürieren stark, rühre deshalb mit einem langen Holzlöffel und pürier nur bei niedriger Hitze. Prüfe nach dem Auskühlen, ob alle Deckel nach innen gezogen sind; undichte Gläser kommen in den Kühlschrank und werden zeitnah gegessen.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Sortenmix nutzen: Säuerliche und süße Apfelsorten gemischt ergeben ein ausgewogeneres Aroma als eine einzelne Sorte.
- Ohne Zucker möglich: Sehr reife, süße Äpfel kommen oft ganz ohne zugesetzten Zucker aus.
- Deckelprobe: Ein nach innen gewölbter Deckel nach dem Auskühlen zeigt, dass das Vakuum funktioniert hat.
- Passendes Zubehör: Eine Flotte Lotte Passiermühle entfernt Schale und Kerngehäuse automatisch beim Pürieren und spart damit Arbeit beim Schälen. Zum Abfüllen eignen sich CapCro Twist-off-Einmachgläser oder Weck-Rundrandgläser mit Klammern, ein Einmach-Zubehörset mit Einfülltrichter und Glasheber hält dabei Ränder und Deckel sauber. Für größere Mengen erleichtert ein KESSER Einkochautomat mit Thermostat das gleichmäßige Einkochen.
- Termine im Blick behalten: Wann du Apfelbäume pflanzt und wann die verschiedenen Sorten erntereif sind, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Ungeöffnet und kühl, dunkel gelagert hält sich eingekochtes Apfelmus etwa 12 Monate. Nach dem Öffnen gehört das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb von 1–2 Wochen aufgebraucht werden; nimm das Mus immer mit einem sauberen Löffel heraus. Ist der Deckel gewölbt oder lose, zeigt sich Schimmel, riecht das Mus gärig oder ungewöhnlich, entsorgst du das Glas samt Inhalt, ohne zu probieren.
Fazit
Apfelmus einzukochen ist eines der einfachsten Einstiegsrezepte fürs Einmachen – und eines der dankbarsten, um eine große Apfelernte sinnvoll zu verwerten. Ganz ohne künstliche Zusätze entsteht ein Vorrat, der das ganze Jahr über schmeckt.
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Hast du das Rezept ausprobiert? Wie ist dein Apfelmus geworden? Schreib es mir in die Kommentare!


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