Wer im Sommer mehr Basilikum erntet, als frisch verbraucht werden kann, verwandelt ihn am besten in Pesto und friert es portionsweise ein. So bleibt das intensive Sommeraroma erhalten und steht auch im Winter für Pasta, Suppen oder Brotaufstrich bereit.
Zutaten (für ca. 300 g Pesto)
- 2 große Bund frisches Basilikum (Blätter ohne dicke Stiele, ca. 80 g)
- 50 g Pinienkerne, leicht angeröstet
- 50 g Parmesan oder Pecorino, gerieben
- 1–2 Knoblauchzehen
- 150–180 ml gutes Olivenöl
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Basilikum vorbereiten: Blätter waschen und gründlich trocken schleudern oder tupfen, Restfeuchte verdünnt später das Pesto unnötig.
- Pinienkerne rösten: Ohne Fett in einer Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten und abkühlen lassen, das intensiviert das Aroma deutlich.
- Grundzutaten pürieren: Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch und die Hälfte des Olivenöls in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und grob pürieren.
- Käse einarbeiten: Geriebenen Käse unterrühren und nach und nach das restliche Olivenöl einlaufen lassen, bis eine cremige, streichfähige Konsistenz entsteht.
- Abschmecken: Mit Salz und Pfeffer abschmecken, das Pesto sollte kräftig und leicht salzig schmecken, da sich der Geschmack beim Einfrieren etwas abschwächt.
- Portionieren: Das Pesto in Eiswürfelformen oder kleine Gefrierdosen füllen, glattstreichen und mit einem dünnen Ölfilm bedecken, damit möglichst wenig Luft an die Oberfläche kommt.
- Einfrieren: Vorgefrorene Pesto-Würfel nach dem Durchfrieren in einen luftdicht verschlossenen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen und beschriften.
⚠️ Sicherheitshinweis: Frischer Knoblauch in Öl kann unter Luftabschluss ideale Bedingungen für Clostridium botulinum bieten, das gilt grundsätzlich auch für Pesto. Im Gefrierfach wird das Bakterienwachstum zuverlässig gestoppt, deshalb ist durchgehend tiefgefrorenes Pesto sicher. Nicht eingefrorenes, frisch zubereitetes Pesto solltest du dagegen nur wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren und nicht bei Zimmertemperatur stehen lassen. Aufgetautes Pesto zügig verbrauchen und nicht erneut einfrieren.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Portionsgrößen planen: Eiswürfelformen ergeben praktische Einzelportionen für eine Portion Pasta, größere Formen eignen sich für Familienportionen. Wie du andere Gartenkräuter portionsweise einfrierst, zeige ich dir im Beitrag Kräuter richtig einfrieren.
- Farbe erhalten: Wer möchte, blanchiert das Basilikum kurz in kochendem Wasser und schreckt es eiskalt ab, bevor es püriert wird, das hält die grüne Farbe auch nach dem Auftauen länger frisch.
- Ohne Käse einfrieren: Für längere Lagerfähigkeit lässt sich der Käse auch erst nach dem Auftauen unterrühren, das Pesto ohne Käse hält sich im Gefrierfach noch etwas länger. Was sich sonst noch gut einfrieren lässt, liest du in Einfrieren richtig gemacht.
- Passendes Zubehör: Zum Portionieren eignet sich eine Silikon-Eiswürfelform mit Deckel, für größere Mengen ein idea-station Gefrierdosen-Set (4 × 1000 ml, stapelbar). Zum Pürieren leistet ein kompakter Bosch Multizerkleinerer MMR15A1 gute Dienste.
- Noch mehr Kräuteraroma: Übrige Kräuter lassen sich auch zu Kräutersalz verarbeiten, das ganz ohne Gefrierfach haltbar ist.
- Termine im Blick behalten: Wann du Basilikum vorziehst, auspflanzt und erntest, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Durchgehend tiefgefroren hält sich Pesto etwa 6 Monate, danach lässt das Aroma nach. Frisches, nicht eingefrorenes Pesto hält sich im Kühlschrank (mit Ölfilm bedeckt) nur wenige Tage – am besten zügig verbrauchen oder direkt einfrieren.
Fazit
Mit ein paar Handgriffen und dem Gefrierfach lässt sich das Sommeraroma von Basilikum monatelang bewahren, portioniert in praktischen Würfeln immer griffbereit für den nächsten Teller Pasta.
Frierst du dein Pesto auch portionsweise ein? Was ist dein Trick? Schreib es mir in die Kommentare!


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