Rhabarberkompott einkochen: Fruchtiger Vorrat im Glas

Eingekochtes Rhabarberkompott in Bügelgläsern neben frischen Rhabarberstangen

Rhabarber ist das erste „Obst“ des Gartenjahres, und oft wächst er schneller, als man ihn verbrauchen kann. Eingekocht als Kompott bewahrst du sein frisch-säuerliches Aroma für das ganze Jahr. Ob zu Grießbrei, Pfannkuchen, Joghurt oder als schnelles Dessert: Ein Glas Rhabarberkompott ist im Winter ein kleiner Gruß aus dem Frühling.

Zutaten (für ca. 4 Gläser à 500 ml)

  • 1,5 kg Rhabarber (geputzt ca. 1,2 kg)
  • 250 g Zucker (je nach Geschmack 200–300 g)
  • 400 ml Wasser
  • 1 Vanilleschote oder 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • Optional: 1 Zimtstange, etwas Ingwer oder 200 g Erdbeeren für eine milde Variante

Material

Zubereitung

  1. Gläser vorbereiten: Gläser, Deckel und Gummiringe heiß ausspülen bzw. auskochen.
  2. Rhabarber putzen: Blätter vollständig abschneiden und entsorgen, die Stangen waschen. Dicke, faserige Stangen schälen, junge rote Stangen kannst du ungeschält lassen.
  3. Schneiden: Den Rhabarber in 2–3 cm lange Stücke schneiden.
  4. Sirup kochen: Wasser, Zucker und das ausgekratzte Vanillemark samt Schote in einem Topf aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat.
  5. Kurz aufwallen lassen: Die Rhabarberstücke in den Sirup geben und nur 1–2 Minuten aufkochen lassen. Der Rhabarber soll noch Biss haben, sonst zerfällt er beim Einkochen.
  6. Abfüllen: Die Stücke mit einer Schaumkelle in die Gläser füllen und mit dem heißen Sirup bedecken. Oben 2 cm Rand frei lassen, Ränder sauber abwischen und verschließen.
  7. Einkochen: Die Gläser im Wasserbad oder Einkochautomaten bei 80 °C 30 Minuten einkochen.
  8. Abkühlen lassen: Gläser langsam abkühlen lassen. Bei Weck-Gläsern die Klammern erst entfernen, wenn die Gläser vollständig ausgekühlt sind, und prüfen, ob die Deckel fest sitzen.

⚠️ Sicherheitshinweis: Rhabarberblätter enthalten viel Oxalsäure und dürfen nicht gegessen werden. Verwende nur die Stangen. Rhabarber ist sehr sauer und greift Aluminium an, deshalb nur Töpfe aus Edelstahl oder Emaille verwenden. Menschen mit Neigung zu Nierensteinen sollten Rhabarber nur in Maßen essen. Gläser mit offenem oder gewölbtem Deckel, Schimmel oder gärigem Geruch entsorgst du vollständig.

Tipps aus der Selbstversorger-Praxis

  • Erntezeit beachten: Traditionell wird Rhabarber nur bis zum Johannistag (24. Juni) geerntet. Danach braucht die Pflanze Kraft für das nächste Jahr, und der Oxalsäuregehalt in den Stangen steigt.
  • Stangen drehen statt schneiden: Beim Ernten die Stangen am Fuß abdrehen, nicht abschneiden. So faulen die Stielreste nicht.
  • Schöne rosa Farbe: Rote Sorten wie „Holsteiner Blut“ ergeben ein kräftig rosa Kompott. Bei grünstieligen Sorten sorgen ein paar Erdbeeren oder Himbeeren für Farbe.
  • Mit Milchprodukten mildern: Zu Joghurt, Quark oder Grießbrei schmeckt Rhabarber weniger sauer, und das Calcium bindet einen Teil der Oxalsäure.
  • Weitere Rezepte: Nach dem gleichen Prinzip kochst du Apfelkompott oder Birnenkompott ein. Und Rhabarber passt auch hervorragend in Erdbeermarmelade.
  • Termine im Blick behalten: Wann du Rhabarber pflanzt oder erntest und was sonst im Gartenjahr ansteht, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.

Haltbarkeit

Richtig eingekocht und kühl, dunkel gelagert hält sich Rhabarberkompott etwa 12 Monate. Geöffnete Gläser gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 5–7 Tagen aufgebraucht werden.

Fazit

Rhabarberkompott ist schnell gemacht und bewahrt den frischen Geschmack des Frühlings für das ganze Jahr. Mit wenigen Zutaten und einem Einkochtopf füllst du deine Vorratsregale mit einem vielseitigen Dessert, das zu fast allem passt.

Wie magst du Rhabarber am liebsten, pur als Kompott, mit Erdbeeren oder als Kuchen? Schreib es mir in die Kommentare!


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Comments

Ein Kommentar zu „Rhabarberkompott einkochen: Fruchtiger Vorrat im Glas“

  1. […] & Beerensträucher für Selbstversorger. Überschüssigen Rhabarber kochst du am besten als Rhabarberkompott […]

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