Gemüsebrühe-Paste ist die schnelle Schwester des Gemüsebrühepulvers: Statt zu trocknen, wird das frische Suppengemüse einfach fein zerkleinert und mit Salz konserviert. In 20 Minuten hast du einen würzigen Vorrat ohne Geschmacksverstärker, Hefeextrakt oder Palmöl, der Suppen, Soßen, Risotto und Eintöpfe monatelang verfeinert.
Zutaten (für ca. 3 Gläser à 350 ml)
- 300 g Karotten
- 200 g Knollen- oder Staudensellerie
- 200 g Lauch
- 150 g Zwiebeln
- 1 großes Bund Petersilie und ein paar Blätter Liebstöckel (zusammen ca. 100 g)
- 2–3 Knoblauchzehen
- 200 g Salz (etwa 20 % des Gemüsegewichts)
- Optional: 1 TL Kurkuma, 1 TL Pfeffer oder ein paar Tomaten für eine kräftigere Farbe
Material
- Ein Bosch Multizerkleinerer MMR15A1 oder eine Küchenmaschine
- CapCro Einmachgläser mit Twist-off-Deckel
- Für die salzarme Variante: Silikon-Eiswürfelformen mit Deckel zum portionsweisen Einfrieren
- Küchenwaage, große Schüssel, Schneidebrett und Messer
Zubereitung
- Gläser vorbereiten: Gläser und Deckel heiß ausspülen und vollständig trocknen lassen.
- Gemüse putzen: Gemüse und Kräuter waschen, sehr gut trocken tupfen, schälen bzw. putzen und grob würfeln. Den Lauch längs aufschneiden und gründlich von Erde befreien.
- Abwiegen: Das geputzte Gemüse samt Kräutern wiegen und 20 % davon an Salz abwiegen. Bei genau 1 kg Gemüse sind das 200 g.
- Zerkleinern: Das Gemüse portionsweise im Multizerkleinerer fein hacken, bis eine körnige Masse entsteht. Es soll kein glattes Püree werden.
- Salz untermischen: Die Gemüsemasse in einer Schüssel gründlich mit dem Salz und den optionalen Gewürzen vermengen. Das Salz zieht schnell Flüssigkeit.
- Abfüllen: Die Paste fest in die Gläser drücken, damit keine Luftbläschen bleiben. Die Oberfläche sollte von der eigenen Flüssigkeit bedeckt sein.
- Kühl lagern: Die Gläser verschließen, beschriften und in den Kühlschrank stellen. Nach zwei bis drei Tagen hat sich das Aroma gut verbunden.
- Verwenden: Für eine Tasse Brühe (ca. 250–300 ml) 1 gestrichenen Teelöffel Paste in heißem Wasser auflösen. Zum Würzen von Soßen und Eintöpfen einfach löffelweise zugeben und dann kaum noch nachsalzen.
⚠️ Sicherheitshinweis: Das Salz ist hier das Konservierungsmittel. Halte das Verhältnis von etwa 20 % Salz zum Gemüse ein und lagere die Paste immer im Kühlschrank. Wer weniger Salz verwenden möchte, muss die Paste einfrieren. Nimm die Paste nur mit einem sauberen, trockenen Löffel heraus. Zeigt sich Schimmel, riecht die Paste gärig oder faulig oder wölbt sich der Deckel, entsorge das ganze Glas. Durch den hohen Salzgehalt eignet sich die Paste nicht für Babys und Kleinkinder.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Trocken arbeiten: Je trockener das Gemüse vor dem Zerkleinern ist, desto länger hält die Paste. Kräuter deshalb gut schleudern und abtupfen.
- Salzarme Variante: Mit nur 10 % Salz schmeckt die Paste milder. Dann füllst du sie in Eiswürfelformen, frierst sie ein und löst bei Bedarf einzelne Würfel heraus.
- Reste verwerten: Ideal für krumme Karotten, Sellerieabschnitte und Lauchgrün aus dem eigenen Garten. So wird nichts verschwendet.
- Kräuter frisch halten: Liebstöckel ist das typische „Maggikraut“ und gibt der Brühe ihren klassischen Geschmack. Wenn du im Sommer mehr hast, als du brauchst, kannst du es wie in Kräuter richtig einfrieren beschrieben aufbewahren.
- Paste oder Pulver: Die Paste ist schneller gemacht, braucht aber Kühlschrankplatz. Das Gemüsebrühepulver ist aufwendiger, hält sich aber ohne Kühlung im Vorratsschrank.
- Termine im Blick behalten: Wann du Suppengemüse wie Karotten, Sellerie, Lauch und Liebstöckel säst, pflanzt oder erntest, findest du übersichtlich in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Mit etwa 20 % Salz hält sich die Gemüsebrühe-Paste im Kühlschrank etwa 6 Monate. Die salzarme Variante mit 10 % Salz ist eingefroren ebenfalls rund 6 Monate haltbar. Ein geöffnetes Glas solltest du innerhalb von 2–3 Monaten aufbrauchen.
Fazit
Selbstgemachte Gemüsebrühe-Paste ersetzt jede Tütensuppe und ist in 20 Minuten fertig. Du weißt genau, was drin ist, verwertest Gemüse aus dem eigenen Garten und hast immer eine würzige Basis für schnelle Suppen und Soßen griffbereit.
Machst du deine Brühe schon selbst? Welche Kräuter kommen bei dir in die Paste? Schreib es mir in die Kommentare!


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