Apfel-Birnen-Mus selber machen: Zwei Früchte, ein feiner Vorrat

Selbst gemachtes Apfel-Birnen-Mus in Gläsern mit frischen Äpfeln und Birnen

Im Herbst hängen die Bäume oft gleichzeitig voller Äpfel und Birnen, und nicht alles lässt sich lagern. Apfel-Birnen-Mus ist die perfekte Lösung: Die säuerlichen Äpfel und die süßen, saftigen Birnen ergänzen sich so gut, dass du kaum Zucker brauchst. Das Mus schmeckt pur, zu Pfannkuchen, Milchreis oder Kartoffelpuffern und ist eingekocht ein feiner Vorrat für den ganzen Winter.

Zutaten

Für etwa 5 bis 6 Gläser à 400 ml:

  • 1,5 kg Äpfel, am besten säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar
  • 1 kg reife Birnen
  • 200 ml Wasser oder naturtrüber Apfelsaft
  • Saft von 1 Zitrone
  • Optional: 2 bis 4 EL Zucker oder Honig, je nach Süße der Früchte
  • Optional: 1 Zimtstange, 1 Prise Vanille oder etwas frischer Ingwer

Material

  • Großer Topf mit Deckel
  • Pürierstab oder eine Passiermaschine wie die GEFU Flotte Lotte, dann musst du die Früchte nicht einmal schälen
  • Einmachgläser mit Deckel, zum Beispiel Weck-Gläser
  • Trichter und Glasheber, praktisch im Einmach-Set
  • Einkochtopf oder Backofen zum Einkochen

Anleitung

  1. Gläser vorbereiten: Spüle Gläser, Deckel und Gummiringe heiß aus und koche sie 10 Minuten in Wasser aus.
  2. Obst vorbereiten: Wasche Äpfel und Birnen, entferne Kerngehäuse, Stiele und braune Stellen und schneide die Früchte in Stücke. Mit einer Flotten Lotte kannst du die Schale dranlassen, mit dem Pürierstab schälst du die Früchte vorher.
  3. Weich kochen: Gib die Obststücke mit Wasser, Zitronensaft und nach Wunsch der Zimtstange in den Topf. Bei mittlerer Hitze mit Deckel 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis alles weich ist. Gelegentlich umrühren.
  4. Pürieren: Nimm die Zimtstange heraus und püriere das Obst fein oder streiche es durch die Flotte Lotte. Probiere und süße nur bei Bedarf nach. Birnen bringen meist genug Süße mit.
  5. Aufkochen und abfüllen: Bringe das Mus noch einmal kurz zum Kochen und fülle es heiß bis etwa 2 cm unter den Rand in die Gläser. Glasränder sauber abwischen und verschließen.
  6. Einkochen: Koche die Gläser im Einkochtopf 30 Minuten bei 90 °C ein. Im Backofen stellst du sie in eine Fettpfanne mit 2 cm Wasser und lässt sie bei 175 °C, bis es in den Gläsern perlt, dann noch 20 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen.
  7. Abkühlen und prüfen: Lass die Gläser langsam abkühlen und prüfe am nächsten Tag, ob alle Deckel fest verschlossen sind. Beschrifte sie mit Inhalt und Datum.

⚠️ Wichtig: Verwende nur einwandfreies Obst und schneide faule oder schimmelige Stellen großzügig weg. Arbeite mit sauberen, ausgekochten Gläsern. Gläser, deren Deckel sich wölbt oder nicht fest sitzt, und Mus, das gärig riecht, Bläschen bildet oder Schimmel zeigt, gehören in den Müll. Vorsicht beim Pürieren: Heißes Mus spritzt leicht und kann Verbrühungen verursachen.

Tipps aus der Selbstversorger-Praxis

  • Mischverhältnis anpassen: Mehr Äpfel machen das Mus frischer und säuerlicher, mehr Birnen milder und süßer. Wer es klassisch möchte, findet hier mein Grundrezept für Apfelmus.
  • Fallobst nutzen: Für Mus eignen sich auch Früchte mit kleinen Druckstellen, die sich nicht lagern lassen. Mehr Ideen findest du unter Fallobst clever verwerten.
  • Ernte aufteilen: Makellose Äpfel kommen ins Lager, siehe Äpfel richtig lagern, übrige Birnen kannst du zu süßen Chips dörren.
  • Obstgarten planen: Wann Obstbäume gepflanzt und geschnitten werden, findest du in meinem kostenlosen Pflanzkalender.

Haltbarkeit

Richtig eingekocht und kühl, dunkel und trocken gelagert hält sich Apfel-Birnen-Mus etwa ein Jahr. Geöffnete Gläser bewahrst du im Kühlschrank auf und verbrauchst sie innerhalb von 5 bis 7 Tagen. Nicht eingekochtes Mus hält sich im Kühlschrank nur wenige Tage, lässt sich aber gut portionsweise einfrieren.

Fazit

Apfel-Birnen-Mus ist der ideale Weg, die Herbsternte von zwei Obstsorten gleichzeitig zu verwerten. Mit wenig Zucker, etwas Zimt und dem Einkochtopf hast du in gut einer Stunde einen milden, fruchtigen Vorrat für viele Monate.

Mischst du lieber mehr Äpfel oder mehr Birnen in dein Mus, und welches Gewürz darf nicht fehlen? Schreib es mir in die Kommentare!


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