Reife Feigen sind weich, süß und halten sich frisch nur wenige Tage. Wenn der Feigenbaum im Spätsommer und Herbst mehr trägt, als du essen kannst, oder du auf dem Markt eine Kiste günstig bekommst, ist Feigenkonfitüre die perfekte Verwertung. Sie ist in 20 Minuten gekocht, schmeckt auf Brot genauso gut wie zu Käse und lässt sich mit Vanille, Walnuss oder einem Schuss Rotwein abwandeln.
Zutaten
Für etwa 4 Gläser à 200 ml:
- 1 kg reife Feigen (gewogen nach dem Putzen)
- 500 g Gelierzucker 2:1
- Saft einer Bio-Zitrone (ca. 3 EL)
- Optional: 1 Vanilleschote, 1 Prise Zimt, 50 g gehackte Walnüsse oder 50 ml Rotwein
Material
- Weck-Gläser mit Deckel oder saubere Twist-off-Gläser
- Einmach-Zubehörset mit Einfülltrichter und Glasheber
- Digitale Küchenwaage
- Großer Topf, Kochlöffel, Kartoffelstampfer oder Pürierstab, kleiner Teller für die Gelierprobe
Anleitung
- Gläser vorbereiten: Spüle Gläser und Deckel heiß aus und stell sie umgedreht auf ein sauberes Tuch. Leg einen kleinen Teller für die Gelierprobe ins Gefrierfach.
- Feigen putzen: Wasche die Feigen vorsichtig, schneide den harten Stielansatz ab und viertel sie. Die Schale bleibt dran. Schadhafte oder gärig riechende Früchte sortierst du aus.
- Mischen: Gib Feigen, Gelierzucker und Zitronensaft in den Topf. Wer mag, kratzt jetzt das Mark der Vanilleschote dazu. Lass alles 30 Minuten ziehen, bis Saft austritt.
- Zerkleinern: Zerdrücke die Feigen mit dem Stampfer oder püriere sie kurz an. Stückig wird die Konfitüre rustikal, fein püriert eher streichzart.
- Kochen: Bring die Masse unter ständigem Rühren zum Kochen und lass sie mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen, wie auf der Gelierzucker-Packung angegeben.
- Gelierprobe: Gib einen Teelöffel Konfitüre auf den kalten Teller. Wird sie nach einer Minute fest und zieht beim Schieben Falten, ist sie fertig. Sonst noch 1 bis 2 Minuten weiterkochen.
- Verfeinern: Rühre jetzt optional Walnüsse, Zimt oder Rotwein unter und lass alles noch einmal kurz aufkochen.
- Abfüllen: Fülle die heiße Konfitüre mit dem Trichter bis knapp unter den Rand in die Gläser, wische den Rand sauber und verschließe sie sofort. Lass die Gläser ungestört abkühlen und beschrifte sie mit Sorte und Datum.
⚠️ Wichtig: Kochende Konfitüre ist sehr heiß und spritzt. Rühre mit einem langen Holzlöffel und halte Kinder vom Herd fern. Verwende nur einwandfreie Früchte und saubere Gläser, und halte dich an das Mengenverhältnis des Gelierzuckers, denn weniger Zucker verkürzt die Haltbarkeit. Zeigen sich Schimmel, ein gäriger Geruch oder ein gewölbter Deckel, entsorgst du das ganze Glas.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Die richtigen Feigen: Am aromatischsten sind vollreife Feigen, die auf leichten Druck nachgeben. Unreife Früchte schmecken fade und geben wenig Saft.
- Feige zu Käse: Mit Walnuss oder einem Schuss Rotwein wird die Konfitüre zum perfekten Begleiter für Ziegenkäse, Bergkäse oder eine Käseplatte.
- Weniger Zucker: Wer es weniger süß mag, nimmt Gelierzucker 3:1. Wie es ganz ohne Gelierzucker geht, zeige ich in Marmelade ohne Gelierzucker.
- Mehr Herbst im Glas: Passend zur Saison schmecken auch Kürbis-Orangen-Marmelade, Birnen-Walnuss-Marmelade und Mispel-Gelee.
- Eigener Feigenbaum: Winterharte Sorten wie „Brown Turkey“ wachsen auch bei uns an geschützten, sonnigen Plätzen oder im Kübel. Wann du Obstgehölze am besten pflanzt, findest du in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Heiß abgefüllt und luftdicht verschlossen hält sich Feigenkonfitüre kühl und dunkel gelagert etwa 12 Monate. Geöffnete Gläser bewahrst du im Kühlschrank auf und verbrauchst sie innerhalb von drei bis vier Wochen. Mit Gelierzucker 3:1 oder weniger Zucker solltest du sie schneller aufbrauchen.
Fazit
Feigenkonfitüre ist schnell gekocht, verwertet weiche Früchte perfekt und bringt ein Stück Spätsommer in den Wintervorrat. Mit Vanille, Walnuss oder Rotwein wird aus dem Grundrezept im Handumdrehen eine besondere Variante für Frühstück oder Käseplatte.
Wie isst du Feigenkonfitüre am liebsten, pur aufs Brot oder zu Käse? Schreib es mir in die Kommentare!


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