Beim Knollen- oder Staudensellerie landet das Grün oft im Müll, dabei steckt gerade in den Blättern besonders viel Aroma. Getrocknet werden Sellerieblätter zu einem kräftigen Suppengewürz, das an Liebstöckel erinnert und Brühen, Eintöpfen, Soßen und Kräutersalz eine herzhafte Tiefe gibt. So nutzt du die ganze Pflanze und hast einen Würzvorrat für den ganzen Winter.
Zutaten
- Grün von 2 bis 3 Sellerieknollen oder 1 Bund Staudensellerie, frisch und ohne gelbe Blätter
Material
- Ein Dörrautomat wie der COSORI Dörrautomat (Edelstahl), alternativ Backofen oder ein luftiger Platz zum Aufhängen
- Sauberes Küchentuch oder Salatschleuder
- Luftdichte Gläser für die Lagerung, zum Beispiel ERUIV Frischhaltedosen aus Glas
- Optional: Mörser oder Gewürzmühle zum Zerkleinern
Anleitung
- Blätter vorbereiten: Schneide das Grün ab, sortiere gelbe, welke oder fleckige Blätter aus und entferne die dicken Stiele. Die feinen Stiele dürfen dranbleiben.
- Waschen und trocknen: Wasche die Blätter kurz in kaltem Wasser, schleudere sie in der Salatschleuder trocken oder tupfe sie mit einem Küchentuch ab. Je trockener sie sind, desto schneller geht das Dörren.
- Auslegen: Verteile die Blätter locker und möglichst einlagig auf den Gittern des Dörrautomaten.
- Dörren: Trockne die Blätter bei 35 bis 40 °C etwa 4 bis 6 Stunden. Die niedrige Temperatur erhält Farbe und Aroma. Im Backofen geht es bei der niedrigsten Stufe mit Umluft und einem Kochlöffel in der Tür, das dauert etwa 2 bis 3 Stunden.
- Lufttrocknen als Alternative: Binde kleine Sträuße zusammen und hänge sie kopfüber an einem warmen, luftigen und schattigen Ort auf. Nach etwa einer Woche sind sie trocken.
- Trockenheit prüfen: Die Blätter sind fertig, wenn sie rascheln und sich zwischen den Fingern zerbröseln lassen. Lass sie danach vollständig auskühlen.
- Abfüllen: Zerreibe die Blätter grob oder lass sie ganz und fülle sie in luftdichte Gläser. Ganze Blätter halten das Aroma länger, zerrieben sind sie sofort einsatzbereit.
⚠️ Wichtig: Sellerie gehört zu den 14 Hauptallergenen. Wenn du Gewürzmischungen mit Sellerieblättern verschenkst, schreib das deutlich aufs Etikett. Verwende nur frische, gesunde Blätter und fülle sie erst ab, wenn sie vollständig trocken und abgekühlt sind, sonst können sie im Glas schimmeln. Blätter mit Schimmel oder muffigem Geruch gehören in den Müll.
Tipps aus der Selbstversorger-Praxis
- Eigenes Suppengewürz: Getrocknete Sellerieblätter sind die perfekte Basis für selbst gemachtes Gemüsebrühepulver.
- Flüssig würzen: Wer den typischen Maggi-Geschmack mag, findet ihn auch im Sellerie-Verwandten Liebstöckel, siehe Maggi-Würze selber machen.
- Mehr trocknen: Was du sonst noch dörren kannst und wie es ohne Strom klappt, zeigt dir der Beitrag Trocknen (Dörren): Obst, Gemüse & Kräuter haltbar machen.
- Sellerie selbst anbauen: Wann du Sellerie vorziehst und auspflanzt, findest du in meinem kostenlosen Pflanzkalender.
Haltbarkeit
Gut getrocknete Sellerieblätter halten sich in einem luftdichten Glas, dunkel und trocken gelagert, etwa ein Jahr. Mit der Zeit verlieren sie langsam an Aroma, deshalb trocknest du am besten jedes Jahr frisch nach. Kontrolliere die Gläser gelegentlich auf Feuchtigkeit.
Fazit
Sellerieblätter trocknen ist schnell gemacht und verwandelt einen vermeintlichen Abfall in ein kräftiges Suppengewürz. Mit niedriger Temperatur im Dörrautomaten oder einfach an der Luft hast du in kurzer Zeit einen aromatischen Vorrat, der Brühen und Eintöpfe das ganze Jahr verfeinert.
Was machst du mit dem Grün vom Sellerie, trocknen, einfrieren oder kompostieren? Schreib es mir in die Kommentare!


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